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Das Fach Germanistik gehört zum Institut für moderne Sprachen.

Postfach 24 (Unioninkatu 40 B)
FI-00014 Universität Helsinki

Arbeitsthemen der DoktorandInnen

Nea Auhtola

In meiner Dissertation untersuche ich deutschsprachige Notruftelefonate der Polizei. Dabei verwende ich den psycholinguistischen Quaestio-Ansatz. Demnach geht jedes kohärente Gespräch auf eine kommunikative Aufgabe bzw. Quaestio zurück. Das Hauptaugenmerk wird darauf gelegt, weshalb die Interagierenden im Notruf von dieser Quaestio abweichen. Solche Sequenzen, welche die Quaestio ablehnen, können immerhin andere Funktionen übernehmen.

Claudia Sirpa Jeltsch

Universität Hamburg; Hauptfach Germanistik, Nebenfächer Finnougristik und Sprachlehrforschung

Heimat(land) versus kotimaa – Einfluss von Bilingualität auf die sprachliche Identität von Individuen aus bikulturellen Familien mit deutschsprachiger und finnischsprachiger Herkunft

Publikationen

Kirjalliset ja suulliset rutiinit vieraan kielen opetuksessa. Havaintoja suomalais-saksalaisesta viestinnästä.In: Liisa Salo-Lee (toim.): Kieli & Kulttuuri oppimisessa ja opettamisessa. Jyväskylän yliopisto 1995.

Routinen im Fremdsprachenunterricht. Deutsch für finnischsprachige Lernende und Finnisch für deutschsprachige Lernende. In: Keresztes/ Lahdelma/ Maticsák / Parry (toim.) : Hungarologische Beiträge 2. Jyväskylän yliopisto 1995.

Saksaa matkailijoille. Finnlectura 2010. (oppikirja)

Mikko Kervinen

Translationskulturen kontrastiv betrachtet. Am Beispiel von sangbaren Übersetzungen der klassischen Vokalmusik in Finnland und im deutschsprachigen Raum.

Den theoretischen Ausgangspunkt des Dissertationsvorhabens bildet der durch Soziologie beeinflusste Forschungsansatz der „Translationskulturen“ (Prunč 1997; Wolf 2006 & 2010). Dies wird als ein synchrones Phänomen untersucht, das durch den Texttyp und durch die Benutzer des zu übersetzenden Textes bestimmt wird. Die exemplarische Analyse findet am Beispiel von diachronischem Analysematerial statt, das sangbare Übersetzungen der klassischen Musik aus dem Finnischen ins Deutsche und umgekehrt beinhaltet. Die Übersetzungen stammen aus den letzten hundert Jahren. Das Vorhaben setzt sich zum Ziel, die Eignung des translationskulturellen Ansatzes für übersetzungshistorische Forschung zu erwägen sowie die historische Entwicklung der sangbaren Übersetzungen kontrastiv zu beschreiben und zu erläutern.         

Laura Lahti

Meine Forschungsschwerpunkte sind Deutsch als Fremdsprache, Fremdsprachenerwerb, Lernersprachenanalyse, gesprochene Sprache und  Bewertung der Sprachkompetenz. Bei meinem Dissertationsvorhaben handelt es sich um die mündliche Sprachkompetenz finnischer Deutschlernender aus Sicht der grammatikalischen Korrektheit. Ich analysiere die Beherrschung der Verbkonjugation und der Verbstellung in den Schülerleistungen. Darüber hinaus hat das Dissertationsprojekt einen erziehungswissenschaftlichen Blickwinkel, da Beurteilungen finnischer und deutscher Deutschlehrender über die Schülerleistungen auch analysiert werden und mit den Ergebnissen der Lernersprachenanalyse verknüpft werden.

Michael Möbius

Dissertationsthema: Computerunterstütztes Grammatiklernen und -üben

Im Mittelpunkt der Untersuchung stehen neue Einsatzmöglichkeiten der ICT im Grammatikunterricht an finnischen Hochschulen, dabei besonders grammatische Übungen. Es geht um Neu- und Weiterentwicklung von Übungsformen mit dem Computer, so dass ein den traditionellen Unterricht begleitendes  und ergänzendes Selbststudium möglich ist. Besonders wird die Rolle des Computer-Feedbacks als Grundlage für Selbsteinschätzung und Bestimmung des eigenen Lernweges betrachtet. Auf Grundlage einer umfangreichen Fehleranalyse wird die Erstellung einer neuen Übungsgesamtheit Deutsche Grammatik angestrebt, auch mit dem Ziel, andere Deutschlehrende zur Erstellung maßgeschneiderter Grammatik-Übungen zu befähigen und motivieren.

Petra Schirrmann

Das deutsche Hörspiel in Finnland

Das Hörspiel ist eine junge Gattung. Der Einfluss der Produktion von deutschen Hörspielen auf die Rundfunklandschaft Finnlands ist im Laufe der kurzen Geschichte des Mediums deutlich, aber dennoch bisher noch nicht systematisch untersucht worden. Petra Schirrmann untersucht den Einfluss von deutschen Hörspielen auf das finnische Programm. Dabei werden u.a. auch Aspekte wie die Dokumentation von deutschen Hörspielen bei YLE, die Rezeption der finnischen Hörer und die Programmpolitik berücksichtigt. Die Recherchen stützen sich auch auf Quellen des Archivs vom Finnischen Rundfunk. Durch den Vergleich mit der Hörspiellandschaft in Deutschland sollen auch Erkenntnisse über das Deutschland-Bild gewonnen werden, welches Finnland im Laufe von fast 90 Jahren Hörfunkgeschichte für seine Hörer entworfen hat.

Marja Ursin