Forschung Kontakt

Das Fach Germanistik gehört zum Institut für moderne Sprachen.

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FI-00014 Universität Helsinki

Forschungsschwerpunkte der KollegInnen

Dietl, Cora

Cora Dietl ist Professorin für deutsche Literaturgeschichte (Mittelalter/Frühe Neuzeit) an der Universität Gießen. Sie ist Präsidentin der Société internationale pour l’ètude du théâtre médiéval und der Internationalen Artusgesellschaft. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen des frühneuzeitlichen Dramas (DFG-Projekt zum protestantischen und katholischen Märtyrerdrama des 16. und frühen 17. Jahrhunderts; DAAD-Projekt zu Tanzdarstellungen in der deutschen und katalanischen Literatur des Mittelalters), spätmittelalterliche Erzählliteratur (Teilprojekt der DFG-Forschergruppe Gewaltgemeinschaften zu Gewalt in Artus- und Karlsepik) und deutsch-mitteleuropäische Literaturbeziehungen im Mittelalter (BKM-Projekt zur mittelalterlichen Regionalliteratur in Ungarn und Rumänien).

Giessen, Hans W.

  • Text- und Medienproduktion (sowohl praktisch und anwendungsorientiert, mit dem Schwerpunkt Journalismus, als auch theoretisch mit mehreren Projekten und Publikationen zum "medienadäquaten Publizieren" in unterschiedlichen Medienkontexten)
  • (historische) Semantik (Michel Bréal)
  • Medienlinguistik
  • Literatur- und Medienanalyse (Poptexte, Spielfilme)
  • Medienwirkungsforschung
  • E-Learning

Hyvärinen, Irma

  • Kontrastive Sprachwissenschaft, Syntax, Wortbildung, (pragmatische) Phraseologie, Deutsch lernen und lehren
  • Mitarbeit in den Forschergemeinschaften CoCoLaC und Kielitaidon tasot  [‚Niveaus der Sprachbeherrschung‘]

Kursiša, Anta

Arbeits- und Forschungsschwerpunkte im Bereich Fremdsprachendidaktik/-methodik sowie Fremdsprachenlehr- und  lernforschung:

Mehrsprachigkeit und Mehrsprachigkeitsdidaktik, Lehren und Lernen des Deutschen als zweiter oder weiterer Fremdsprache nach dem Englischen als erster Fremdsprache (DaFnE), Arbeit mit Lesetexten und fremdsprachliches Leseverstehen sowie Portfolio/ePortfolio-Arbeit

Aus forschungskonzeptioneller Perspektive vordergründiges Interesse an der Lernendensicht auf ihr Lernen; daraus abgeleitet Arbeit mit Forschungsdesigns in Orientierung an der explorativ-interpretativen Forschungsmethodologie, im Speziellen in Anlehnung an das Forschungsprogramm Subjektive Theorien

Kärnä, Aino

Aino Kärnä hat am Institut als Forschungsassistentin, Assistentin und Lektorin gewirkt und ist seit 2003 als Universitätslektorin tätig. Ihre Forschungsgebiete umfassen kontrastive Sprachforschung, speziell deutsche und finnische Partikeln, Geschichte der Grammatik sowie Grammatikographie. Der Titel ihrer Dissertation lautet: Die Kategorie Partikel gestern und heute. Ein Überblick über griechische, lateinische und deutsche Grammatiken. Sie hat mehrere Artikel, Buchbesprechungen und Wörterbücher publiziert sowie internationale Konferenzen organisiert und Übersetzungsprojekte geleitet.
Derzeit leitet sie in Kooperation mit der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel ein Forschungsprojekt Handbuch frühneuzeitlicher Grammatiken, mit dem Ziel ein Netzhandbuch über Renaissancegrammatiken zu erstellen.

Lahti, Laura

Meine Forschungsschwerpunkte sind Deutsch als Fremdsprache, Fremdsprachenerwerb, Lernersprachenanalyse, gesprochene Sprache und  Bewertung der Sprachkompetenz. Bei meinem Dissertationsvorhaben handelt es sich um die mündliche Sprachkompetenz finnischer Deutschlernender aus Sicht der grammatikalischen Korrektheit. Ich analysiere die Beherrschung der Verbkonjugation und der Verbstellung in den Schülerleistungen. Darüber hinaus hat das Dissertationsprojekt einen erziehungswissenschaftlichen Blickwinkel, da Beurteilungen finnischer und deutscher Deutschlehrender über die Schülerleistungen auch analysiert werden und mit den Ergebnissen der Lernersprachenanalyse verknüpft werden.

Lenk, Hartmut

Forschungsschwerpunkte:

  • Kontrastive Medienlinguistik, speziell Text(sorten)linguistik; Leitung des internationalen Forschungsprojekts  „Persuasionsstile in Europa“, an dem 22 KollegInnen aus 8 Ländern mitarbeiten (Link: http://blogs.helsinki.fi/persuasionsstile-in-europa). Untersucht werden die Struktur und die sprachliche Gestalt von Zeitungskommentaren aus 13 europäischen Ländern: Finnland, Schweden, Deutschland, Österreich, Schweiz, Polen, Frankreich, Großbritannien, Ungarn, Bulgarien, Griechenland, Italien, Spanien.
  • Kontrastive Onomapragmatik: Anthroponyme (Personennamen) und ihre Gebrauchsformen im Deutschen und Finnischen
  • Phraseologismen in populären deutschen Liedern
  • Deutsch als Fremdsprache: Textverstehen durch Mutter- und FremdsprachlerInnen

Möbius, Michael

Dissertationsthema: Computerunterstütztes Grammatiklernen und -üben

Im Mittelpunkt der Untersuchung stehen neue Einsatzmöglichkeiten der ICT im Grammatikunterricht an finnischen Hochschulen, dabei besonders grammatische Übungen. Es geht um Neu- und Weiterentwicklung von Übungsformen mit dem Computer, so dass ein den traditionellen Unterricht begleitendes  und ergänzendes Selbststudium möglich ist. Besonders wird die Rolle des Computer-Feedbacks als Grundlage für Selbsteinschätzung und Bestimmung des eigenen Lernweges betrachtet. Auf Grundlage einer umfangreichen Fehleranalyse wird die Erstellung einer neuen Übungsgesamtheit Deutsche Grammatik angestrebt, auch mit dem Ziel, andere Deutschlehrende zur Erstellung maßgeschneiderter Grammatik-Übungen zu befähigen und motivieren.

Richter-Vapaatalo, Ulrike

Forschungsschwerpunkte:

  • Kontrastive Forschung finnisch-(schwedisch-englisch-)deutsch: Kontrastive Linguistik und ihre Anwendungen; Grammatik kontrastiv;  finnisch-deutsche „Stolpersteine“ und ihre Didaktik; Deutsch als zweite/dritte Fremdsprache in Finnland
  • Phraseologie und Text: Untersuchungen zu Gebrauch und Funktion von Phraseologismen in Kinder- und Jugendliteratur, in Übersetzungen, in Kinderhörspielen; Sammelband zur Geschichte der germanistischen Phraseologie-Forschung

Weitere Interessen:

  • Publikation „Lebensgeschichten deutscher Frauen im Finnland von heute“
  • Rezensionen und Übersetzungskritiken v. a. zur Kinder- und Jugendliteratur
  • Gedichtrezitation (mit Studierenden) u. a. „Grammatik im Gedicht“, „Komik im deutschen Gedicht“

Rink, Christian

Meine Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der interkulturellen Literaturwissenschaft und der vergleichenden Kulturwissenschaft. Mein Interesse gilt dabei hauptsächlich der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur und den interdisziplinären Anwendungsmöglichkeiten narratologischer und rezeptionsästhetischer Theorien und Modelle. Dabei ist ein Ziel meiner Tätigkeit als Forscher, literaturwissenschaftliche Ansätze mit sprachwissenschaftlichen zu verbinden und für den germanistischen Fremdsprachenunterricht nutzbar zu machen. Gegenwärtig untersuche ich die innerdeutsche Diskussion um die Jugendsprache ‚Kiezdeutsch‘ und die Rezeption der Romane Christian Krachts.

Rostila, Jouni

Schwerpunkte meiner Forschungstätigkeit sind Morphosyntax des Deutschen, Konstruktionsgrammatik, ihre theoretische Weiterentwicklung und ihre Anwendungen u.a. auf die Praxis des Sprachunterrichts sowie Grammatikalisierung.

Schirrmann, Petra

Das deutsche Hörspiel in Finnland

Das Hörspiel ist eine junge Gattung. Der Einfluss der Produktion von deutschen Hörspielen auf die Rundfunklandschaft Finnlands ist im Laufe der kurzen Geschichte des Mediums deutlich, aber dennoch bisher noch nicht systematisch untersucht worden. Petra Schirrmann untersucht den Einfluss von deutschen Hörspielen auf das finnische Programm. Dabei werden u.a. auch Aspekte wie die Dokumentation von deutschen Hörspielen bei YLE, die Rezeption der finnischen Hörer und die Programmpolitik berücksichtigt. Die Recherchen stützen sich auch auf Quellen des Archivs vom Finnischen Rundfunk. Durch den Vergleich mit der Hörspiellandschaft in Deutschland sollen auch Erkenntnisse über das Deutschland-Bild gewonnen werden, welches Finnland im Laufe von fast 90 Jahren Hörfunkgeschichte für seine Hörer entworfen hat.

Ursin, Marja

Gegenstand meines Dissertationsvorhabens, das literatur- und sprachwissenschaftliche Methoden vereint, ist das Schaffen Herta Müllers. Die bildreiche und originelle, als lyrisch zu bezeichnende Sprache in ihren Romanen und ihrer Kurzprosa verbindet sich auf eine hochinteressante Weise mit den Themen politischer Verfolgung und Gewalt. Meine Untersuchung klärt die thematische Verbindung zu bestimmten sprachlichen und narrativen Eigenschaften ihrer Texte aus einer kulturwissenschaftlichen Perspektive, u.a. mit Hilfe des Begriffs des Subversiven.

Weitere Interessensgebiete: Literarische Übersetzung