Suomeksi In English

Ohjelma-arkisto / Programarkivet / Archive

2009-05-28: Osieki, Habitus und Sozialprofil der deutschen Gelehrten in historischen und literarischen Quellen
2009-05-20: Helsinki, Yliopistoväen toimenkuva muutoksessa – opetuksesta ja tutkimuksesta raportointiin ja managerointiin?
2009-05-18: JOENSUU, THE THIRD UNIVERSITY HISTORY CONFERENCE
2009-03-11: Paderborn, Von Halle nach Bologna - Hochschulreformen in historischer Perspektive
2009-03-05: Helsinki, Innovaatiokäsitykset murroksessa - tutkijuuden, organisaatioiden ja rakenteiden haasteet
2009-01-22: Prag, Universitäten, Landesherren und Landeskirchen - Universities, Rulers, and Regional Churches

2008

2007

 

Habitus und Sozialprofil der deutschen Gelehrten in historischen und literarischen Quellen vom 18. bis 21. Jahrhundert

28-30 / 05 / 2009, Osieki (Polen)

Prof. Dr. Dr. Eberhard Demm, Polytechnika Koszalinska, Instytut Neofilologii i Komunikacji Spolecznej, Koszalin, Polen, Osiecki 15.09.2008, Ostseebad Osiecki bei Koszalin

Dieses Kolloquium richtet sich gleichermaßen an Historiker, Soziologen und Literaturwissenschaftler. Es handelt sich um die Übernahme eines ursprünglich vom Faustarchiv Knittlingen geplanten Kolloquiums, das allerdings eine viel offenere und breitere Fragestellung hatte, aber aus organisatorischen Gründen nicht stattfinden konnte.

Ziel des Kolloquiums ist, vier Forschungsansätze zusammenzuführen, die bisher unkoordiniert sind oder sich gar polemisch voneinander absetzen: Quantifizierende prosopographische Kollektivbiographien, wie sie vor allem für das lange 19. Jahrhundert und einzelne Universitäten vorliegen, detaillierte Einzelbiographien von Wissenschaftlern, die oft als „traditionelle Geistesgeschichte“ abgestempelt werden, mikrohistorische Studien zu einzelnen Aspekten, etwa zur Esskultur oder zur Zerstreutheit der Gelehrten, sowie literaturwissenschaftliche Untersuchungen zum Gelehrtenportrait in Professoren- und Campusromanen.

In den großen Linien ist die Entwicklung von Sozialprofil und universitärem Umfeld bekannt: Von „Universitätsfamilien“ über Wissenschaftlerdynastien zur nur durch Schulenbildung und Schülerprotektion eingeschränkten Leistungsauslese, vom enzyklopädischen „Schulfuchs“ und antiquarischen Polyhistor über den charismatischen Forscher und Herrn Geheimrat zum modernen Experten und Techniker der Wissenschaft. Die frühe Neuzeit ist offenbar besonders gut untersucht, während sich quantitative Längsschnittstudien über das 19. Jahrhundert und 20. Jahrhundert häufiger auf politische Aspekte konzentrieren. Aber auch die wenigen sozialgeschichtlichen Untersuchungen zu Habitus und Lebensstil sind durch die schiere Menge des Materials zu Beschränkungen gezwungen. So werden zwar akribisch die Herkunft der Professoren, Karriereverlauf, ökonomische Situation, auch Konnubien und Schulenbildung, Lebensstil und Freizeitverhalten untersucht, aber detaillierte Aussagen über das private und universitäre Umfeld und den gelehrten Habitus, wie er beispielsweise Liebesbeziehungen und Ehekonflikte bewältigt oder durch hierarchische Herrschafts- und Abhängigkeitsverhältnisse deformiert wird, können sie auf Grund des vorwiegend statistischen Materials nicht leisten. Hier sollten Memoiren und Einzelbiographien auf Grund ihrer vielfältigen Informationen zur Alltagsgeschichte und universitären Lebenswelt ergänzende und bereichernde Perspektiven bieten. Eine besondere Lücke stellt in Deutschland offenbar die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts dar, und es gibt bisher keine Parallele zum klassischen Werk von Pierre Bourdieu, Homo academicus.

Die Berücksichtigung von Romanen wird bei manchen Historikern wohl zunächst auf Unverständnis stoßen. Nun haben aber bereits Alfred Weber und Pierre Bourdieu unabhängig von einander darauf aufmerksam gemacht, dass sich Habitus und Lebensgefühl der Menschen in Kunstwerken manifestieren, Künstler und Schriftsteller daher intuitiv zentrale Aspekte von Kultur und Gesellschaft in zugespitzter Weise erkennen und darstellen können. Natürlich kann man von Romanen keine naturalistisch-dokumentarische Widerspiegelung, keine Photographie der gesellschaftlichen Realität erwarten. Nach Bourdieu kann der Schriftsteller als eine Art Medium gesellschaftliche Strukturen in ähnlicher Weise objektivieren wie ein Wissenschaftler. Allerdings ist seine Methode anders: Er vermag „die ganze Komplexität einer Struktur und einer Geschichte zu konzentrieren und zu kondensieren, welche die wissenschaftliche Analyse mühsam auseinander falten und ausbreiten muss.”(Bourdieu). Ein gutes Beispiel dafür ist Heinrich Mann. Er wollte seine Romane als „lebende Soziologie“ verstanden wissen, die eine „überrealistische Wirklichkeit“ präsentieren, und gerade sein berühmter Roman „Der Untertan“ hat Historikern in der „Kaiserreich-Debatte“ wichtige Erkenntnisse über die bürgerliche Mentalität der Wilhelminischen Zeit geliefert. Darüber hinaus kann man der Belletristik auch entnehmen, wie Gelehrte in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden. Insofern müssen Romane wie Dietrich Schwanitz’ „Campus“ geradezu als Ersatz für die fehlende wissenschaftliche Untersuchung von gelehrtem Habitus und Sozialprofil der letzten vierzig Jahre herangezogen werden.

Auch wenn die analytischen Kategorien sich hier vor allem an Bourdieu orientieren, sollten sich die Beiträge dadurch keineswegs in ein methodologisches Prokrustesbett einzwängen lassen. Ob man von Habitus und Lebensstil spricht, oder Konzepte wie den Sozialcharakter im Sinne Erich Fromms, Sozialprofil oder soziale Rolle vorzieht, ist nicht entscheidend. Wichtig ist, dass die Alltagsgeschichte und die akademische Lebenswelt des deutschen Gelehrten in ihren verschiedenen Facetten und im gesellschaftlichen Wandel präsentiert werden. Insbesondere Verfasser von individuellen Biographien sollten aber die unten genannten Fragestellungen beachten und nicht etwa weitschweifig über die Werke und die wissenschaftliche Bedeutung ihrer Gelehrten referieren. Auch die genügend erforschten politischen Aktivitäten der Gelehrten können hier außer Betracht bleiben.

CALL FOR PAPERS:
Es werden Vorschläge in Form von abstracts (1-2 Seiten) für Referate in deutscher, englischer oder französischer Sprache erbeten. Die Referate sollten 20 Minuten nicht übersteigen. Dabei sind Einzelfallstudien ebenso möglich wie vergleichende Längs- oder Querschnittanalysen. U.a. sind folgende Fragestellungen denkbar, andere werden aber nicht
ausgeschlossen.

1) SOZIALE HERKUNFT UND AUSBILDUNG:
Bis 1933 generell geklärt, weniger für die Zeit danach.

2) INSTITUTIONELLES MACHTKAPITAL
Welchem hierarchischen Druck war der Gelehrte in jungen Jahren ausgesetzt? Und welche Herrschafts- und Abhängigkeitsverhältnisse hat er selbst später realisiert? In welchem Ausmaß praktizierte er die Protektion von Schülern? Gab es eine Fremdbestimmung des Denkens und Handelns durch institutionelle Formen, führte sie zur „déformation professionnelle“? Trat er als Wissenschaftsorganisator hervor? Wie wirkte sich Machtlosigkeit aus (Privatgelehrte, Privatdozenten, professorale Außenseiter)? Welche Konfliktsituationen ergaben sich innerhalb der Institution?

3) WISSENSCHAFTLICHE MACHT UND GESELLSCHAFTLICHES PRESTIGE:
Wie wurde der Gelehrte in der Öffentlichkeit wahrgenommen? Welches Prestige hatte er in der Öffentlichkeit? Strebte er nach Privilegien? Auszeichnungen? Wie war seine Kommunikationsfähigkeit? Seine Lehrmethode? Bestimmte er die Richtung von Zeitschriften?

4) DIE VERWERTUNG DES WISSENSCHAFTLICHEN UND INSTITUTIONELLEN KAPITALS
Wie ließ es sich auf anderen sozialen Feldern verwerten? Auf dem Feld der Politik? Gegenüber Verwaltungen und Ministerien? Als soziales Kapital, z.B. in Clubs oder Vereinen? Als ökonomisches Kapital?

5) NETZWERKE UND GRUPPENKONTAKTE:
Welche Kontakte gab es mit anderen gesellschaftlichen und beruflichen Gruppen? Frage nach dem Elfenbeinturmsyndrom. Welche wissenschaftlichen, gesellschaftlichen und politischen Netzwerke hat er geschaffen? Wie setzte er seine Schüler dafür ein? Wie setzte er die Netzwerke für seine persönlichen Interessen oder die Interessen seines Instituts ein? Wie verhielt er sich zu den unteren sozialen Schichten?

6) LEBENSSTIL:
Übernahm er den traditionellen bürgerlichen Bildungskanon oder grenzte er sich davon ab? Wie war seine Wohnsituation? Und seine Haushaltsführung? Sein Essensstil? Sein Geschmack? Wie verbrachte er seine Freizeit? War er realitätsfern oder stand er im praktischen Leben?

7) SELBSTINSZENIERUNG DES GELEHRTEN
Wie waren seine äußere Erscheinung und sein Auftreten? Setzte er spezielle Mittel sozialer Distinktion ein? War er elitär oder sozialintegrativ? Spielte bei ihm die Askese-Orientierung eine Rolle? Strebe er nach neuen Konventionen oder orientierte er sich an traditionellen bzw. sogar an veralteten Konventionen?

8) DER GELEHRTE UND DIE FRAUEN
Welche Rolle spielten Frauen in seinem Leben? Wie waren seine Moralvorstellungen? Gab es Liebesbeziehungen? Im universitären Bereich oder außerhalb? Ehekonflikte? Pflegte er einen betont geschlechtsspezifischen Habitus? Wie war der Anteil von Frauen an seiner wissenschaftlichen Arbeit? Wie reagierte er auf Wissenschaftlerinnen in seiner Institution?

9) GELEHRTE FRAUEN
Wie lassen sich die obigen Fragen, unter Abschnitt 8 entsprechend abgeändert, geschlechtsspezifisch für Professorinnen und andere gelehrte Frauen beantworten?

ORGANISATORISCHES:
Die Tagung findet voraussichtlich vom 28. bis 30. Mai 2009 im Ostseebad Osieki statt, ca. 8 km nördlich von Koszalin. Es ist beabsichtigt, die Reise- und Aufenthaltskosten zu übernehmen. Bitte reichen Sie daher eine vorläufige Schätzung der Reisekosten ein (Billigflug oder „Holzklasse“, über Berlin, nicht über Warschau, Eisenbahn 2. Klasse). Exposés von 1-2 Seiten Länge sollten ausschließlich als Email-Attachment bis zum 15. September 2008 geschickt werden an: Prof. Dr. Dr. Eberhard Demm, edemm@gmx.net oder/und eberhard.demm@tu.koszalin.pl Die Beiträge werden in einem Kolloquiumsband im Rahmen der „Monografia Instytutu Neofilologii i Komunikacji Spolecznej“ veröffentlicht.

 

Edistyksellinen tiedeliitto ry järjestää seminaarin

Yliopistoväen toimenkuva muutoksessa – opetuksesta ja tutkimuksesta raportointiin ja managerointiin?

keskiviikkona 20.5.2009 klo 13.00–16.00
Tieteiden talo, sali 505, Kirkkokatu 6, Helsinki

Yliopistolakia ja lakia Suomen Akatemiasta ollaan uudistamassa. Yliopistojen autonomian vahvistumiselle on asetettu suuret odotukset: yliopistojen rahoituspohjan toivotaan vahvistuvan ja tuottavuuden lisääntyvän niin opetuksessa kuin tutkimuksessakin. Näiden tavoitteiden saavuttamiseen kuitenkin liittyy merkittäviä yliopistojen rahoitusta kuin hallintoa koskevia haasteita.

Laitosten ja tutkimusryhmien rahoitus on nykyisin hyvin sirpaleista ja lyhytkestoista, minkä johdosta professorien ajankäytöstä yhä suurempi osa kuluu tutkimusrahoituksen hankintaan, mikä on poissa opetuksesta ja tutkimuksesta. Miten heikkoa opettaja/oppilas –suhdetta voidaan parantaa, kun virkojen lisäys on jo pitkään painottunut yliopistohallintoon? Miten tutkimuksen kansainvälistä kilpailukykyä, määrää ja laatua voidaan vahvistaa, kun tutkijoiden ajankäytöstä kasvava osa kuluu raportointiin ja suunnitteluun, joita varten yliopistot luovat yhä uusia sähköisiä järjestelmiä, jotka otetaan yleensä puolivalmiina kurssituksen jälkeen käyttöön.

Seminaarissa pohditaan, mitä tutkimuksen rahoituksesta vastaavien tahojen ja yliopistohallinnon pitäisi tehdä, jotta opettajat ja tutkijat voisivat keskittyä nykyistä paremmin perustehtäväänsä, opetukseen ja tutkimukseen.

Kunkin alustuksen jälkeen on varattu aikaa kysymyksille ja kommenteille.

13.00 – 13.30 Kahvi

13.30 – 13.40 Avaus
puheenjohtaja Ilkka Ruostetsaari, Edistyksellinen tiedeliitto

13.40 – 14.10 Yliopistojen tutkimusrahoituksen uudistamisen haasteet
professori Pekka Neittaanmäki, Jyväskylän yliopisto, matematiikan laitos

14.10 – 14.40 Huippuyliopistoksi hallintoa paisuttamalla?
professori Jukka Havu, Tampereen yliopisto, kieli- ja käännöstieteiden laitos

14.40 – 15.10 Tutkijat puun ja kuoren välissä – ammattimaista tutkimusta kutsumustyön ehdoilla?
vanhempi tutkija, tutkimuskoordinaattori Sirpa Wrede, Helsingin yliopisto, sosiologian laitos

15.10 – 15.40 Uusi yliopistolaki - tilaa opetukselle ja tutkimukselle
johtaja Anita Lehikoinen, opetusministeriö

15.40 – 16.00 Keskustelua ja päätös

Tilaisuus on avoinna kaikille. Tervetuloa!

Kahvitarjoilun vuoksi tilaisuuteen osallistuvia pyydetään ilmoittautumaan 18.5.2009 klo 15.00 mennessä liiton pääsihteeri Tuija Rimmille, sähköpostilla tiedeliitto@netlife.fi tai puhelimitse 040 728 3893.

 

The third University History conference in Joensuu, Finland

Date: 18th and 19th of May 2009

Hosts: Research network on the history of university and higher education in Finland and the Department of History, University of Joensuu

Theme: Turning points in Nordic higher education since 1850

The research network on the history of university and higher education in Finland is organising its third University History conference in May 2009 in Joensuu in collaboration with the Department of History at the University of Joensuu. The conference fits in with the 40th anniversary celebration of the University of Joensuu and the start of the University of Eastern Finland. The theme of the conference is: "Turning points in Nordic higher education since 1850".

Nordic higher education has a history of several centuries. Often, reforms were initiated through important crisis situations; starting, for instance, with an emphasis on usefulness and nation-building, and going to the embedding of the system of higher education in the welfare state, to end with current attempts to loose this relationship again. The conference concentrates on researching these turning points during the rich history of the last 150 years, with special attention for the connection with changes within the society and for the challenges the development of higher education was confronted with. The organisers aim for a nice distribution of the presentations over the whole period, the keynote lectures however rather focus on recent history of higher education. Presentations within the sessions can deal with the development of higher education over a long period, as well as focus on specific turning points or crisis moments.

Programme

Monday, 18th of May

Agora-building (Faculty of Humanities and Theology, Yliopistokatu 4)

Arrival, registration, lunch

14.00 – 14.15 (Auditorium AG 100)
Opening of the conference
Professor Laura Kolbe University of Helsinki; Head of the Network
Professor Jukka Korpela, University of Joensuu; Head of the Department of History

14.15 – 15.45 (Auditorium AG 100)
Keynote lectures
Vice-rector Teuvo Pohjolainen, University of Joensuu
The University reform and the new University of Eastern Finland

Professor Risto Rinne, University of Turku
Higher education and the formation of the welfare state

15.45 – 16.00
Coffee break

16.00 – 18.00 (Lecture hall AG 103)
Presentations
Chair: Laura Kolbe

Pieter Dhondt: The search for an adapted European model of medical training in Finland, 1800-1940.
Marja Jalava: Coping with complexity: The Finnish University Degree Reform of the 1970s.
Sari Aalto: Lääketieteen opintouudistus Suomessa 1970-luvulla.
Susanna Wollkoff: The early years of student support at the University of Helsinki.

19.00
Social programme, evening meal and drink (Agora-building / Vienola)

 

Tuesday, 19th of May

Agora-building (Faculty of Humanities and Theology, Yliopistokatu 4)

9.00 – 10.30 (Lecture hall AG 103)
Presentations
Chair: Pieter Dhondt

Tarja-Liisa Luukkanen: University Education and the Rise of Religious Fundamentalism in Finland.
Mia Korpiola: Playing the Examination Game.
Jukka Kortti: Ylioppilaslehti and the University's Finnicizing before WW II

10.30 - 10.45
Coffee break

10.45 - 12.15
Marja Engman: Korkeakoulutus osana kansakunnan rakentamista - kansakunta, joka vaihtoi keiltä
Panu Nykänen: Valtio, tuotanto ja teekkari.
Päivi Vuorinen: Polytechnic graduates' employment in instable working life.

12.15 – 13.15
Lunch

13.15 – 14.00 (Auditorium AG 100)
Keynote lecture
Senior lecturer Matti Salo, University of Oulu
The Northern Universities - A Fundamental Part of the Regionalization of the Nordic Higher Education

14.00 – 14.30 (Auditorium AG 100)
Discussion, conclusion of the conference, coffee
Professor Laura Kolbe, University of Helsinki; Head of the Network

 

Von Halle nach Bologna - Hochschulreformen in historischer Perspektive

Institut für Deutsche Studentengeschichte
11.03.2009-12.03.2009, Paderborn
Deadline: 15.06.2008

Wenn es um Hochschulreformen geht, denkt der kundige Zeitgenosse unweigerlich an „Bologna“. Doch das, was momentan an europäischen Hochschulen passiert, nämlich die Reform von Studiengängen, Lehrformaten und Organisationseinheiten, entbehrt nicht der historischen Vorläufer. So lange es Universitäten gibt, so lange gibt es auch Versuche sie zu reformieren – mal mehr, mal weniger ernsthaft.

Mittwoch, 11. März 2009

10:00 Uhr Rainer PÖPPINGHEGE: Begrüßung und Einführung

10:30 Uhr Wolfgang LAMBRECHT: Die „große Hochschulreform“ – alles schon dagewesen

11:15 Uhr-11:30 Uhr Kaffeepause

11:30 Uhr Matthias ASCHE: „Jesuitenuniversitäten“ und „Göttinger Modell“ - zu Reformbedürftigkeit und Reformfähigkeit deutscher Universitäten am Ende des 18. Jahrhunderts

12:15-13:30 Uhr Mittagspause

Moderation: Dietmar KLENKE

13:30 Uhr Bernhard vom BROCKE: Hochschulpolitik in Preußen (Arbeitstitel)

14:15 Uhr Karin ZACHMANN: Hochschulreformen und Frauenstudium – Frauen an Technischen Hochschulen im 20. Jahrhundert

15:00-15:30 Uhr Kaffeepause

15:30 Uhr Roman KÖSTER: Die deutsche Nationalökonomie in der Weimarer Republik und die Einführung des Diplomexamens

16:15 Uhr Helge KLEIFELD: Hochschulpolitik als Arbeitsfeld studentischer Verbindungen 1945-1961

17:00 Uhr-17:15 Uhr Kaffeepause

Moderation: Rainer PÖPPINGHEGE

17:15 Uhr Daniela MÜNKEL: Die Demokratisierung der Hochschulen aus studentischer Perspektive

18:00 Uhr Abendessen

19:00–20:00 Podiumsdiskussion: „Hochschulreformen und kein Ende?“ Prof. Dr. George TURNER (Universität Hohenheim), Prof. Dr. Dietmar KLENKE (Universität Paderborn), Daniel BECKER (Projektgruppe Studierbarkeit), Moderation: PD Dr. Rainer PÖPPINGHEGE (Universität Paderborn)

Donnerstag, 12. März 2009

Moderation: Harald LÖNNECKER

09:00 Uhr Wilfried RUDLOFF: Reform der Studien. Vorstellungen in den alten und neuen Hochschulen der 60er und 70er Jahre

09:45 Uhr Konstantin FREYTAG-LORINGHOVEN: Gescheiterte Reformbestrebungen in der unmittelbaren Nachkriegszeit

10:30-11:00 Uhr Kaffeepause

11:00 Uhr Olaf BARTZ: „Zweigeteilt niemals?!“ Studentische Reaktionen auf die Empfehlungen des Wissenschaftsrates zur Studienreform 1966

11:45 Uhr Anne ROHSTOCK: „Wartet nicht auf Veränderungen an der Uni, sondern macht sie selbst!“ Hochschulreform und Hochschulrevolte in Bayern und Hessen 1957-1976

12:30-13:30 Uhr Mittagessen und Ende der Tagung

PD Dr. Rainer Pöppinghege
rainer.poeppinghege@uni-paderborn.de

Historisches Institut der Universität Paderborn

URL zur Zitation dieses Beitrages
<http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/termine/id=9270>

 

Suomen tieteen- ja teknologiantutkimuksen seura ry järjestää 5.-6.3.2009 Helsingissä tieteen, teknologian ja innovaatioiden tutkimukseen keskittyvän seminaarin:

Innovaatiokäsitykset murroksessa - tutkijuuden, organisaatioiden ja rakenteiden haasteet

Kansallisella innovaatiojärjestelmällä on Suomessa pitkään viitattu erityisesti yliopistojen, muiden tutkimusorganisaatioiden, julkisen vallan ja yritysten tiedon tuotannon ja hyödyntämisen muodostamaan kokonaisuuteen. Viime vuosina mm. talouden globalisaatio, kiristyvä kansainvälinen kilpailu ja uudet, avoimet innovaatiotoiminnan muodot ovat aiheuttaneet kasvavia muutospaineita järjestelmälle ja sen toimijoille. Yliopistojärjestelmän muutokset – erityisesti yliopistolainsäädännön uudistaminen ja yliopistokentän rakenteellinen kehittäminen – ovat olleet näkyvästi esillä mediassa. Yliopistojen tutkimus- ja opetuslaitosten uudelleen organisointi on kuitenkin vain osa murrosta. Kansainvälisen kilpailukyvyn nimissä Suomessa tehdään myös monia muunlaisia muutoksia, joilla on vaikutuksia innovaatiotoimijoihin ja heidän organisoitumismuotoihinsa. Näitä uusia toimijoita ja muotoja edustavat esimerkiksi strategiset huippuosaamisen keskittymät ja alueelliset klusteripohjaiset osaamiskeskukset. Tutkimustoiminnan rahoittajia, yliopistoja, tutkimuslaitoksia ja yrityksiä vaaditaan muodostamaan keskenään entistä suurempia ja tiiviimpiä yhteistyöverkostoja. Yliopistot ja tutkimuslaitokset joutuvat ratkaisemaan ja perustelemaan omat "T&K-konseptinsa" eli toimintatavat, joilla ne osallistuvat kansallisiin ja globaaleihin innovaatioverkostoihin.

Seminaarin tarkoituksena on tehdä tunnetuksi suomalaista tieteen, teknologian ja innovaatioiden tutkimusta sekä edistää tutkijoiden välistä yhteistyötä. Seminaarin tavoitteena on tarkastella kriittisesti ja rakentavasti haasteita joita tutkijat, organisaatiot ja rakenteet kohtaavat ylläkuvatun toimintatapojen murroksen myötä.

Tutkimuspäivät koostuvat yleisesitelmistä ja työryhmäistunnoista. Työryhmäistuntoihin tarkoitetut esitykset voivat liittyä esimerkiksi seuraaviin teemoihin:

* yliopistojen ja tutkimusjärjestelmän muutos: yliopistojen rakenteellinen kehittäminen, yliopistolainsäädännön muutokset, tieteellisen tutkimuksen asema innovaati ojärjestelmissä, jne.

* tutkijuuden murros sekä tutkimuksen ja kehitystoiminnan johtamishaasteet: uusien organisointimuotojen vaikutukset yksilötasolla, akateemisten arvojen jatkuvuus, yliopistouudistuksen johtaminen, jne.

* innovaatiopolitiikan murros ja poliittinen päätöksenteko: kansallisesta innovaatiojärjestelmästä laaja-alaiseen innovaatiopolitiikkaan, tutkimusnäkökulmia valtioneuvoston innovaatiopoliittiseen selontekoon, suomalaisen innovaatiopolitiikan ja kehitysavun väliset yhteydet, jne.

* innovaatiotoiminnan uudet organisointimuodot: virtuaaliyhteisöt ja avoin innovaatiomalli, transnationaaliset innovaatioverkostot, sosiaaliset (esim. palvelujärjestelmien) innovaatiot, transdisiplinäärinen innovaatio, jne.

* historiallinen näkökulma innovaatiojärjestelmiin

* yritykset, globalisoituva talous ja innovointi

* vertaileva näkökulma innovaatiotoimintaan eri maissa ja/tai yhteiskuntajärjestelmissä

* filosofinen näkökulma innovaatioon

Järjestäjät ottavat myös mielellään vastaan ehdotuksia uusiksi teemoiksi tai kokonaisiksi työryhmäistunnoiksi.

Pyydämme seminaariin osallistuvia lähettämään esitystensä abstraktit 16.1.2009 mennessä seuran sihteeri Suvi-Tuuli Waltarille, email: suvi-tuuli.waltari@helsinki.fi. Seminaarin esityksistä pyritään kokoamaan Science Studies –lehden teemanumero. Pyydämme teemanumeroon halukkaita kirjoittajia mainitsemaan asiasta abstraktin lähettämisen yhteydessä.

Ohjelmaa päivitetään seuran verkkosivuilla: http://pro.tsv.fi/stts. Seminaari on maksuton ja avoin kaikille aiheesta kiinnostuneille.

Lisätietoja antavat järjestelytoimikunnan jäsenet:Antti Ainamo, antti.ainamo@utu.fi , puh. 040 844 5003; Antti Pelkonen, antti.pelkonen@helsinki.fi, puh. (09) 191 23 968; Pia Vuolanto, pia.vuolanto(at)uta.fi, puh. (03) 3551 6978; Eveliina Saari, eveliina.saari@vtt.fi, puh. 040 5261643; Suvi-Tuuli Waltari, suvi-tuuli.waltari@helsinki.fi, puh. (09) 191 24192

Kutsua saa levittää. Tervetuloa!

 

 

Universitäten, Landesherren und Landeskirchen
Das Kuttenberger Dekret von 1409 im Kontext der Epoche von der Gründung der Karlsuniversität 1348 bis zum Augsburger Religionsfrieden 1555

22.–24. 1. 2009, Karlsuniversität in Prag

Ihr Beitrag sollte sich auf einen der folgenden Problemkreise beziehen:

1. Die Sezession im Jahre 1409 im Vergleich mit den früheren Abgängen der Gründergruppen der Prager Professoren und Scholaren, unmittelbare Folgen des Kuttenberger Dekrets

2. Landesherr und Universität: Motivationen der Landesherren und Gründungen der Landesuniversitäten im 14.–16. Jahrhundert; Wandlungen ihrer Beziehung im Verlauf des 15. und in erster Hälfte des 16. Jahrhunderts (vom Mäzenatentum bis zur landesherrschaftlichen Dominanz)

3. Universitäten und die sich ausprägenden „Landeskirchen“

4. Das Kuttenberger Dekret in der tschechischen und deutschen historiographisch-politischen Tradition

Die Tagungssprachen der Tagung sind Deutsch und Englisch.

Die Hauptthesen Ihres Beitrags (max. 1–2 Normseiten) senden Sie bitte elektronisch zusammen mit der Anmeldung. Wir möchten Sie bitten die Anmeldung möglichst bald zu senden, am spätestens jedoch bis 30. Juni 2008, und zwar an die E-Mail-Adresse: udauk@ruk.cuni.cz, bzw. schriftlich an diese Adresse: Ústav dejin UK – Archiv UK, Ovocný trh 5, 116 36 Praha 1, CZ.
Weitere Informationen finden Sie hier: http://udauk.cuni.cz/

Im Namen des Vorbereitungsausschusses
doc. PhDr. Petr Svobodný, prof. PhDr. Jirí Pešek CSc., PhDr. Blanka Zilynská

 

 

Universities, Rulers, and Regional Churches
Kutna Hora Decree (1409), Its Origins and Context From the Time of the Foundation of the Charles University (1348) Until the Peace of Augsburg (1555)

January 22—24, 2009, Karolinum, Charles University

Paper topics should fall in one of following themes:

1. The „secession“ of 1409 in comparison with previous departures of teachers and students from Prague; immediate consequences of the Kutna Hora Decree.

2. Sovereigns and Universities: sovereigns and their motivation for university foundations in the 14th-16th centuries; changing relations between sovereigns and universities in the 15th-16th centuries (from patronage to political dominance).

3. Universities and crystallizing „Regional Churches“.

4. Kutna Hora Decree in the Czech and German historical and political traditions (cultures).

Conference languages: English and German

Please return by e-mail udauk@ruk.cuni.cz
or print and return by post (Ústav dejin UK – Archiv UK, Ovocný trh 5, 116 36 Praha 1, Czech Republic)
along with an abstract of your paper (max. limited to 500 words)
by June 30, 2008 at latest.

On behalf of the organisation committee
doc. PhDr. Petr Svobodný, prof. PhDr. Jirí Pešek CSc., PhDr. Blanka Zilynská