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VORANKÜNDIGUNG
Identität ist ein breiter, komplexer und
wachsende Aufmerksamkeit findender Gegenstand in einer Reihe von
Fachgebieten wie der Soziolinguistik, Pragmatik, Diskursanalyse,
linguistischen Anthropologie sowie der Spracherwerbs- und
-vermittlungsforschung, in denen Identität vor allem als soziales Phänomen
betrachtet wird. Das Eigene und das Fremde sind, mit anderen Worten, also
Teil der interpersonalen Kommunikation, in der Rollen und Beziehungen
ausgedrückt, etabliert und ausgehandelt werden. Aber auf welche Weise
erfolgt dies konkret? Einige theoretische und methodologische Ansätze
heben jene Aspekte der Identität hervor, die den Begriff zu
demographischen Kategorien der Makroebene wie Klassenzugehörigkeit,
Geschlecht, ethnische Herkunft und Alter in Beziehung setzen, während
andere Zugänge Identitäten mit spezifischen Interaktionen verbinden. Worin
besteht nun aber die Rolle einer Abstraktion wie der ‚sozialen Klasse’
einerseits und der situativen Bedeutungskonstruktion andererseits? Und
welche Art von Methoden können wir nutzen, um unser Verständnis von
Sprache und Identität zu erweitern?
Das Symposium zum dialogischen
Sprachgebrauch 2 soll unser Verständnis von der Komplexität der Identität
erweitern, indem es Forscher verschiedener theoretischer und
methodologischer Richtungen zusammenführt und theoretische und
methodologische Schnittstellen zwischen makro- und mikroanalytischen
Ansätzen, zwischen quantitativen und qualitativen Methoden, zwischen
gesprochener und geschriebener Sprache, zwischen einer synchronen und
einer diachronen Perspektive hervorbringt. Der Schwerpunkt der Konferenz
liegt auf der Beschreibung des Deutschen, des Englischen und der
romanischen Sprachen.
Die Tagung wird vom Neuphilologischen
Verein Helsinki ausgerichtet, und ein Sammelband mit ausgewählten
Beiträgen wird in der Publikationsreihe des Vereins, den Mémoires de la
Société Néophilologique erscheinen. Konferenzsprachen sind Deutsch,
Englisch, Französisch, Italienisch und Spanisch.
Das erste Symposium zum dialogischen
Sprachgebrauch war vom Neuphilologischen Verein im März 2004 veranstaltet
worden, und die Beiträge wurden 2006 unter dem Titel
Dialogic Language Use als Band 66 in der o.g. Publikationsreihe
des Vereins veröffentlicht.
Ein Rundschreiben mit genaueren
Informationen und der Einladung zu Kurzvorträgen wird im Herbst 2008
versandt.
Organisationskomitee:
Minna Palander-Collin,
Minna Nevala, Päivi Sihvonen, Mari Lehtinen,
Marjo Vesalainen und Hartmut
Lenk
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